In Selb gab es die erste Niederlage der Saison mit 2:4.
Dabei begann es eigentlich sehr gut, den #90 Jakob Leserer konnte
mit einem nicht allzu scharfen Schuss vor der blauen Linie in der 4.
Spielminute den Gästegoalie bezwingen. Warum das Schiedsrichtergespann den
Treffer nicht gab, verwunderte außer den ca. 400 Regensburger Fans auch so
manchen Selber Zuschauer. Die Durchsage "Tor wird wegen Torraumabseits
nicht gegeben" kann aufgrund der Tatsache, dass sich keiner unserer Spieler
im Drittel befand, unmöglich stimmen.
War es dieses Ereignis, welches unsere Konzentration schwinden ließ? In der
8. Spielminute erzielte Peter Hendrikson das 1:0 für Selb. Durch eine
unnötige Strafe für uns (Spielen mit 6 Mann) in der 11. Spielminute konnte
Selb eine Minute später durch Yann Jesch das 2:0 erzielen. Kaum komplett,
die nächste Strafzeit für uns, Selb nutzte diese wiederum (Peter Hendrikson,
Spielminute 13). Stefan Schnabl nahm sogleich eine Auszeit, um das Team
wachzurütteln. Weitere Tore fielen in diesem Spielabschnitt nicht mehr, mit
3:0 wurden die Seiten gewechselt.
Anscheinend fand unser Trainer dann auch noch in der Drittelpause die
richtigen Worte, denn der zweite Spielabschnitt wurde von uns klar
dominiert. Logische Konsequenz waren die beiden Treffer durch #22 Thomas
Daffner (24. Min bei 5 gegen 5 und 32 Min. bei 5:3-Überzahl). In der
Phase des zweiten Tors waren wir über 3 Minuten mit 5:3 in Überzahl,
weitere Torerfolge blieben jedoch aus. Stand nach dem zweiten Drittel: 3:2.
Der Beginn des letzten Spielabschnitts war auf beiden Seiten gekennzeichnet
davon, wenige Fehler zu machen, hätte ein 3:3 unserem Spiel weiteren
Auftrieb verschafft bzw. ein 4:2 von Selb wäre wohl die Vorentscheidung
gewesen. In Schwierigkeiten kamen wir lediglich durch die Strafzeiten.
Wieder war es eine Bankstrafe wegen Spielens mit 6 Mann, die in Minute 46
für großen Druck Selbs sorgte. Zurückzuführen sind diese vermeidbaren
Strafen wohl auf Unkonzentriertheit oder Übermotivation, da die Trainer
jeden Wechsel vorher deutlich ansagen. Dieses Mal blieb diese und dann
weitere Strafen ohne Folgen. Das Spiel mit deutlichem Derby-Charakter hatte
in Spielminute 58 den nächsten Höhepunkt, leider zu unserem Nachteil:
Sebastian Setzer, ehemalige EVR 1b-Spieler stocherte vor Jonas Leserer
nach, traf dabei Jonas mit dem Schläger. Dieser wiederum revanchierte sich
mit einem Kellenhieb auf die Schoner des Selbers. Fazit dieser Rangelei: 2
Minuten für Setzer, 5 + Spieldauer für Jonas wegen Stockstich! In den
letzten beiden Minuten bei 4 gegen 4 nahm Stefan Schnabl den nun im Tor
stehenden Basti Niedermeier aus dem Kasten, um wenigstens den
Ausgleichstreffer zu erzielen. 10 Sekunden vor Ende nochmals Anspiel im
gegnerischen Drittel, dieses nicht gewonnen, Scheibe zum allseits bekannten
Martin Sekera, der mit der Schlusssirene den 4:2-Endstand herstellte (Empty-Net-Goal).
Fazit:
-
Ein gutes Spiel von beiden Seiten
-
Derbystimmung in der tollen Eishalle Selb
-
unsere Fehlerquote etwas reduzieren (6 Mann, Querpässe im
eigenen Drittel, manches wichtige Anspiel), denn Fehler werden in der
Bayernliga "gnadenlos" bestraft.
- Schiedsrichterleistung ok (außer beim "quasi 1:0"
durch Jakob und "Fingerspitzengefühl" beim Strafmaß Jonas Leserer, dies
war eher ein Stockschlag).
- Zuschauerzahl 2085, davon ca. 400 aus Regensburg (wo
bei einem Fassungsvermögen von knapp über 4000 Zuschauer noch 2000
Personen Platz hätten finden können, bleibt offen)
- Negativ: Die Randale einzelner "so genannter"
Regensburger Fans
- Negativ: Becher- und Gegenständewerfen aus dem
Regensburger Block. Hier wird der EVR bestraft! Bitte unterlasst so etwas
zukünftig.
Endergebnis: VER Selb : EV Regensburg 4:2 (3:0, 0:2, 1:0)
Strafen: Selb 14 Minuten, EVR 21 Minuten + SPD
Zuschauer: 2085, davon ca. 400 aus Regensburg
Schiedsrichter: Wittmann, Scholl
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